Lernen vom Buch ‚Der Weg zum Eigenheim‘

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‚Der Weg zum Eigenheim‘ ist als Ratgeberbuch vom Verlag Beobachter-Edition, geschrieben von Reto Westermann und Üsé Meyer. Anfang 2026 ist die neueste, überarbeitete Version auf den Markt gekommen. Da ich ein Fan des Beobachter Magazins bin, war ich gespannt herauszufinden, was man von einem Ratgeber alles lernen kann. Zusätzlich interessierte mich natürlich, ob ich das Buch als Architektin einer interessierten Bauherr:in in einer entsprechenden Situation (z.B. vor einem Hauskauf) empfehlen würde.

Spoiler: Der Ratgeber ist auf jeden Fall eine Empfehlung, wenn du im Sinn hast (oder gerade dabei bist) ein Eigenheim zu kaufen. Denn es steht viel auf dem Spiel!

Ein Wort zur Transparenz: Ich habe beim Beobachter-Edition-Verlag angefragt, ob ich das Buchcover für den Beitrag (aus der Bibliothek) fotografieren darf. Daraufhin hat mir der Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar angeboten – was ich gerne angenommen habe. Alle Meinungen in diesem Beitrag sind jedoch meine eigenen und vollkommen unabhängig.

Kurz und bündig:

  • Alle Fragen zum Thema Eigenheim-Erwerb werden in diesem Buch ausführlich und für Laien verständlich beantwortet.
  • Der Ratgeber ist gespickt mit Fallbeispielen, Checklisten, Tipps, Adressen und Links.
  • Mit dem Buch hast du zusätzlich digitalen Zugang zu 35 Excel-Listen, Checklisten und Vertragsmustern

Für wen ist der Ratgeber extra interessant?

Einmal von Anfang bis Einzug
Der Ratgeber behandelt sämtliche Phasen eines Haus- oder Wohnungskaufs. Der aus meiner Sicht Architekten-Sicht interessanteste Block ist gleichzeitig auch anteilmässig der Hauptfokus des Ratgebers: das Thema Bauen und Umbauen in Kapitel 7. Denn hier steht qualifiziertes Wissen, welches du nicht einfach im Internet finden kannst.

  • Wenn du ein Eigenheim kaufen möchtest und nicht weisst, wo du anfangen sollst
  • Wenn du dir unsicher bist, welche Eigentumsform du mit einer Person zusammen bilden solltest
  • Wenn du ein interessantes Objekt besichtigen willst und dir nicht sicher bist, auf was du achten solltest
  • Wenn dir der Kaufprozess undurchsichtig erscheint
  • Wenn du wissen willst, wie du bei einem Neubau sparen kannst oder wie du die richtige Architekt:in findest

Ratgeber kann man sinngemäss nicht zusammenfassen. Deshalb ist dies eine Liste der ‚Insights‘, welche ich – wohlgemerkt aus Sicht einer Architektin – für Bauherr:innen als wertvoll empfinde. Das Buch bietet natürlich viel mehr Inhalte als nur diese (sehr subjektiv ausgewählte) Übersicht.

Wohneigentum ja oder nein? (Kapitel 1)

Mieter oder Eigentümer?

Die Schweiz ist ein Mietland. Es gibt ein grosses Angebot an Mietwohnungen, welche hohen Standards entsprechen. Gleichzeitig ist Bauen teuer.

Eigentum bietet weniger Flexibilität als ein klassisches Mietverhältnis. Dennoch hält sich der Traum vom Eigenheim hartnäckig. Aktuell gibt es auch einen Trend zum Eigenheim, da die Zinsen seit Jahren sehr tief sind.

Im Buch:

  • Vor- und Nachteile Kauf und Miete
  • Preisbeispiele Miet- vs. Eigentumswohnung

Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt

Das Haus fürs Leben ist ein Ding der Vergangenheit. Du musst davon ausgehen, dass dein Haus oder deine Wohnung früher oder später wieder verkauft wird. Entsprechend wertvoll muss es sein.

Die Preise von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen sind in der Deutschschweiz in den letzten zehn Jahren um 30 bis 70% gestiegen, bis hin zur Gefahr einer Immobilienblase in gewissen Regionen. Siehe Immobilienblasenindex.

Erste Bedürfnisabklärung

Ein wichtiger Tipp: Nicht alle interessanten Inserate besuchen, sondern vorher Mindestkriterien festlegen. Aber wie machst du das?

Im Buch gibt es dafür eine ausführliche Checkliste bezüglich Raum (Wieviele Personen, spezielle Räume, Wohnkonfigurationen…), bevorzugter Standort (Pendler-Anschlüsse, Infrastruktur-Angebote, Umschwungbedarf…) und Objekt (Reihenhaus oder alleinstehendes Haus, Grundrisstypologie (siehe auch Artikel zu Klassischen vs. modernen Grundrissen), Altersgerechte Anforderungen etc.)

Im Buch:

  • Checkliste Erste Bedürfnisabklärung
  • Beispiel Anforderungsprofil

Siehe übrigens auch meine eigene Architektieren-Checkliste im Beitrag ‚Was muss ich vor dem Hausbau wissen?‚ und ‚Der erste und wichtigste Schritt beim Bauen‘ zur ausführlichen Bedürfnisanalyse – mit Methoden!

Wie viel Wohneigentum liegt finanziell drin?

Was kannst du dir überhaupt leisten? Eine einfache Tragbarkeitsrechnung gibt dir einen groben Überblick. Aber Vorsicht! Es ist gut, hier konservativ zu sein! Und: Nebenkosten werden in der Tragbarkeitsrechnung oft vergessen. Dazu gehören Versicherungen, Gebühren, Strom und Heizkosten, Unterhaltsarbeiten und Rückstellungen für spätere Reparaturen.

Viele Banken haben Online-Tragbarkeitsrechner, z.B. dieser von der UBS. Übrigens: Das ‚Entscheidende‘ sind nicht die Gebäudepreise, sondern die Landpreise, welche extrem lokal bestimmt sind.

Im Buch:

  • Beispiel Tragbarkeitsrechnung
  • Tabelle Marktwerte für Musterobjekte

Was bietet der Markt? (Kapitel 2)

Welche Eigentumsform und Wohnungsform ist die Richtige?

Die häufigsten Eigentumsformen sind in der Schweiz das Alleineigentum und das Stockwerkeigentum.

Bei Stockwerkeigentum ist Vorsicht geboten, denn hier müssen mehrere Menschen gemeinsam entscheiden, ob sie beispielsweise viel Geld in eine Fassadensanierung stecken sollten/möchten oder nicht.

Zur Auswahl stehen verschiedenste ‚Arten‘ von Wohnungsformen, mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen:

  • Frei stehendes Einfamilienhaus
    Hohe Grundstückskosten, dafür viel Freiheit und Privatsphäre.
  • Doppeleinfamilienhaus
    Geteilte Land- und Baukosten, dafür Einschränkungen und weniger Privatsphäre.
  • Reihenhaus
    Günstiger als EFH und Doppel-EFH, dafür oft schmaler Grundriss.
  • Terrassenhaus
    Aufwendige und teure Erschliessungen, dafür unverbaubare Aussicht.
  • Geschosswohnung
    Alle Zimmer auf dem gleichen Geschoss, dafür wie bei Mietwohnungen Nachbarn ober- und unterhalb.
  • Attikawohnung
    Oft extra teuer, dafür Licht und Aussicht.
  • Duplexwohnung oder Maisonnette
    Wohngefühl wie Einfamilienhaus, dafür im Alter nicht hindernisfrei.
  • Loft
    Viel Raum und Freiheit, dafür aufwendiger Ausbau.

Aktuelle Standards im Eigenheimbau

Neu gebaute Einfamilienhäuser sollten in der Schweiz einen gewissen (hohen) Standard erfüllen: an den Energiestandard, die Wohnungsgrössen, Zimmergrössen und die Ausstattung generell. Die Materialien sollen hochwertig sein (z.B. eine Duschkabine aus Glas, Küchenabdeckung aus Stein oder Chromstahl etc.).

Beim Wohnen im Alter müssen zusätzliche Dinge berücksichtigt werden: Eingeschossig und stufenlos, nahe Einkaufsmöglichkeiten in kurzer Distanz, Lift bei mehreren Gebäuden, Türbreiten mindestens 80cm, anpassbares Bad. Das Buch rät bei dringendem Bedürfnis eine Fachperson für altersgerechtes Bauen hinzuzuziehen für eine Beurteilung der Pläne.

Im Buch:

  • Ausführliche Liste ‚Das sollte ein Eigenheim heute bieten‘

Haus ab Stange oder Designerhaus?
Es gibt erhebliche Unterschiede zum Thema Kostensicherheit, Möglichkeit für individuelle Wünsche und deinen persönlichen Aufwand als Bauherrschaft.

  • Kauf ab Plan (z.B. beim Bau einer grossen Überbauung)
    Hohe Sicherheiten, aber auch wenig Wahlmöglichkeit.
  • Bestehendes Objekt (vorherige Besitzer verkaufen)
    Allfällige Umbaukosten (unbedingt Schätzung machen lassen!).
  • Individuell mit einer Architektin geplanten Neubau
    Dein persönlicher Aufwand ist am höchsten – aber auch dein Input.
  • Fertighaus
    Enthält in den wenigsten Fällen all deine Wünsche – diese kosten extra.

Im Buch:

  • Gegenüberstellung mit Vor- und Nachteilen der Immobilienarten
  • Tipps zu Kauf von privaten Verkäufer:innen

Suchen, finden… (Kapitel 3)

Wie findest du überhaupt eine Wohnung oder ein Haus zum Kauf? Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Klassisch über Inserate (Linktipp: alle-immobilien.ch), bei wenig Zeit (und grossem Budget) ein Auftrag an einen Makler, die Übernahme von den Eltern zu Lebzeiten (Hier der Buchtipp: ‚Das eigenheim verkaufen, vererben oder vermieten‚), oder über eine Versteigerung.

Eine Versteigerung (z.B. über zwangsversteigerung.ch) kann dir valide Chancen bieten, jedoch nur unter vorheriger Berücksichtigung einiger Faktoren!

Im Buch:

  • Liste mit Tipps zur Suche über das Internet
  • Auf was du achten musst bei Versteigerungen
  • Tipps und Tricks für die Suche in ausgetrockneten Märkten

…und checken!

Das Allerwichtigste bei einem Hauskauf ist Zeit. Ein Kauf darf niemals überstürzt werden. Erfüllt das Objekt die eigenen Bedürfnisse? An die Anbindung, Kinderfreundlichkeit etc.?

Ein Objekt sollte mehrmals besichtigt, fotografiert und die entsprechende Checkliste dafür ausgefüllt werden. Nicht veränderbare Faktoren (Lage, Besonnung, Pendlerdistanz) haben Vorrang gegenüber veränderbaren Faktoren wie die Küchenabdeckung. Unbedingt auch überprüfen, welche Bauprojekte in der nächsten Umgebung geplant sind.

Der Preis kann übrigens von einem Schätzer oder Onlinetools wie sie Homegate anbieten überprüft werden.

Im Buch:

  • Kriterien zur Wertermittlung
  • Preisverhandlung
  • Tipps zum Verhalten und Vorgehen an einer Besichtigung
  • Extensive Checkliste zur Besichtigung

Finanzierung & Zusammen Bauen (Kapitel 4 + 5)

Eigenkapital & Hypothek
Das verlangte Eigenkapital kann aus verschiedenen Quellen bezogen werden (Ersparnisse und Wertpapiere, Pensionskasse, Säule 3a, Vorerbbezug, Darlehen…). Dafür frägst du am besten mehrere Banken an für eine Hypothek!

Anbieter & Hypothekarofferten
Ein Vergleich (auch unter Hypothekaranbietern und den verschiedenen Hypothekarmodellen) lohnt sich auf jeden Fall. Hypothekarofferten werden in mehreren Runden bereinigt und in persönlichen Gesprächen über Konditionen verhandelt, bevor sie zum Abschluss kommen.

Eigentümerform
In einem Kaufvertrag muss zwingend die Eigentümerform angegeben werden. Das gemeinsame Eigentum kann auf drei verschiedene Arten eingetragen werden:

  • Alleineigentum: Alleine
  • Gesamteigentum: Zusammen zu gleichen Teilen
  • Miteigentum: Zusammen zu unterschiedlichen, festgelegten Teilen (besondere Form davon: Stockwerkeigentum)

Dabei gelten jeweils unterschiedliche Regeln und Kriterien für Ehepaare, Konkubinatspaare, Käufergemeinschaften und Wohnbaugenossenschaften. Ehepaare müssen z.B. einiges beachten (Was ist das Eigengut, was die Errungenschaften etc.).

Im Buch:

  • Was musst du bei einem Vorbezug wissen?
  • Muster festhalten eines Erbvorbezugs
  • Hypothekarmodelle im Vergleich
  • Kriterienkatalog zu deinem Kreditgesuch
  • Checkliste Hypothekarantrag
  • Vergleichsliste direkte v. indirekte Amortisation
  • Beispiel Vergleich Hypothekarofferten
  • Die ehelichen Güterstände im Überblick
  • Muster Vollmacht unter Konkubinatspartnern + Tipps für Spezialfälle

Kaufprozess (Kapitel 6)

Ein Immobilienkaufvertrag wird mit einem Notar zusammen ausgearbeitet und ist (im Gegensatz zu einem Autokauf) nur gültig, wenn er auch offiziell beurkundet wurde.

In erster Linie geht es um den Kaufvertrag. Da es um grosse Summen geht, sollte grundsätzlich beim geringsten Zweifel eine Fachperson beigezogen werden (z.B. eine Baujuristin oder einen Bauherrenberater).

In zweiter Linie gilt es aber auch, die Zahlung richtig abzuwickeln, sowie den Grundbucheintrag durch die Gemeinde zu veranlassen. Der Kauf selber ist auch mit Kosten für die Notar-Honorare, Gebühren des Grundbuchamtes, allenfalls kantonal vorgeschriebene Handänderungssteuer und die Grundstücksgewinnsteuer verbunden.

Im Buch:

  • Tipps zu gestaffeltem Kauf und Reservationsverträgen
  • Checkliste für den Kaufvertrag
  • Beispiel Grundbuchauszug
  • Norm SIA 118
  • Tipps zu Kauf von Objekten ab Plan oder aus zweiter Hand
  • Liste mit typischen Altlasten in Altbauten

Bauen und Umbauen (Kapitel 7)

Typen- und Fertig- oder Architektenhaus

In der Schweiz werden im Gegensatz zu unseren Nachbarn Deutschland oder Österreich vergleichsweise wenige Häuser als Typen- (vorgefertigte Pläne, in Massivbauweise mit Beton und Backstein vor Ort) oder Fertighäuser (vorgefertigte Pläne, in Holzbauweise in der Fabrik erstellt und vor Ort aufgebaut) erstellt.

Architektieren-Tipp: Du kannst trotzdem, quasi als ‚Inspiration‘ sogenannte Fertighaussiedlungen anschauen gehen!

Die richtige Architekt:in finden

Vorherrschend ist das individuelle Bauen mit einer Architektin oder einem Architekten. Dessen Aufgaben betreffen nicht nur projektspezifische Themen wie Ideen, Vorprojekt, Kostenschätzung, Baubewilligung, Ausführungsplanung, Offertvergleiche, Bauleitung, Kostenkontrolle, Abrechnung oder Bauabnahme. Sondern auch die des ‚Psychologen‘ und Managers in der Zusammenarbeit mit dir als Bauherr:in. Entsprechend wichtig ist die Beziehung und ein positiver ‚Vibe‘ mit deiner gewählten Architekt:in.

Im Buch:

  • Checkliste für Architektenvertrag
  • Tipps zu Honorar-Regelung

Deshalb gilt für die Architektenwahl:

  • Niemals den Erstbesten (oder Verwandte, Bekannte, aus dem engen Freundeskreis…) beauftragen
  • Mit genügend Zeit mehrere Architekten auf Herz und Nieren testen
  • Gebaute Referenzen anschauen
  • Persönliches Gespräch führen und auf Bauchgefühl achten
  • Provisorische Honorarofferte für Planung und Ausführung machen lassen

Noch Keine:n gefunden?

  • Besitzer:innen von Häusern, die dir gefallen nach den Architekten fragen – gleich auch Referenzen einholen
  • Architektur- und Wohnzeitschriften durchforsten

Bauprojekt-Phasen

Als Bauherr:in hast du in allen Phasen (Studien und Vorprojekt, Ausführungs- und Bauprojekt, Bewilligungsverfahren, Ausführungsplanung und Ausschreibung und der Ausführung) jeweils Arbeiten und Pflichten zu erfüllen. Dessen Zeitanspruch darf nicht unterschätzt werden.

Grundsätzlich gilt: Je später die Phase, desto teurer und aufwendiger sind Änderungswünsche. Entsprechend empfiehlt es sich, alle Wünsche so früh wie nur möglich anzubringen, und später auf Änderungen zu verzichten.

Im Buch:

  • Beispiel Offert-zusammenstellung
  • Beispiel Kostenkontrolle
  • Checkliste Werkvertrag Handwerker:innen
  • Zehn goldene Regeln für den Hausbau
  • Tipps zum Verhalten auf der Baustelle
  • Liste nötiger Versicherungen

Umbau, Nachhaltigkeit & Energieverbrauch

Bei einem Umbau

Im Gegensatz zu einem Neubau lassen sich die Kosten für eine Sanierung, einen Umbau oder eine Erweiterung schlechter schätzen – es drohen immer unerwartete Überraschungen. Es lohnt sich, die Planung sorgfältig (allenfalls mit Hilfe einer erfahrenen Architektin) anzugehen, bewilligungspflichtige Umbauten abklären zu lassen und spezielle Behörden (z.B. Denkmalpflege) rechtzeitig zu involvieren.

Eigenheim und Ökologie

Der Standort deines Eigenheims in Relation zu deiner Arbeit, und wo du sonst noch hin musst, bestimmt zu einem grossen Grad, wie ‚ökologisch‘ die Wahl deines Eigenheims ist. Näher bzw. gute Erreichbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln ist immer besser. Als Nächstes ist die Materialwahl unter mehreren Gesichtspunkten wichtig:

  • Graue Energie
    Die Energie, welche für die Herstellung und deren Transport aufgewendet wird.
  • Wiederverwertung
    Wie gut können Materialien wieder voneinander getrennt werden? Je verleimter, desto schwieriger.
  • Re-Use Materialien
    Viele Bauteile können auf dem Secondhand-Markt erworben werden, um ihnen ein zweites Leben einzuhauchen. Oder auch nur, um deinem Neubau mehr Charme zu geben. Leider ist diese ‚Branche‘ noch in den Kinderschuhen, und nicht unbedingt günstig.
  • Giftige Stoffe
    Natürlich willst du nicht, dass giftige Stoffe in deiner Wohnung verbaut werden. Es ist jedoch nicht ganz einfach (auch von Fachpersonen), den Überblick zu behalten.

Energieverbrauch minimieren

Ein Viertel der Schweizer CO2-Emissionen geht auf das Konto des Gebäudebetriebs – sprich Heizung und Warmwasser. Es sollte nicht nur von Gesetzes wegen ein Anreiz sein, diesen Verbrauch zu minimieren – sondern auch ein rein finanzieller.

Es gibt kantonal unterschiedliche Energievorschriften zu maximalem Energieverbrauch pro Quadratmeter beheizter Fläche, sowie Vorschriften zum Ersatz von bestimmten Geräten. Bei Neubauten gilt sogar die Vorgabe, die Warmwasseraufbereitung und die Heizwärme durch einen Anteil von mindestens 10% durch erneuerbare Energien abzudecken.

Um all das einzuordnen, gibt es als Hilfe sogenannte Gebäudelabels, auf welche im Buch neben den schon bekannteren Begriffen wie Minergie umfassend eingegangen wird.

Im Buch:

  • Aktuelle Energievorschriften
  • Übersicht über Gebäudelabels
  • Informationen zu Minergie und SNBS
  • Wärmetechnische Sanierung von Altbauten
  • Nachhaltige Heizsysteme
  • Hitzeschutz im Sommer

Beim Bauen Geld sparen

Bauen ist teuer, es gibt jedoch verschiedene Strategien, gute Qualität für weniger Geld zu erhalten. Im Buch werden diese umfassend erläutert:

Im Buch:

  • Übersicht und Tipps zu Eigenleistung
  • Hinweise zu Tiefpreisen
  • Richtig planen lassen
    Kontrolle ist besser als Vertrauen. Fähige Baukostenplaner sind nicht zu unterschätzen.
  • Früh Entscheide treffen
    Damit können diese von Fachleuten abgeklärt, optimal geplant und auf Überraschungen verzichtet werden.
  • Weniger ist mehr (bzw. günstiger)
    Mit Weglassen (Keller, Estrich ausbauen), spart genauso Geld wie an der Fläche selber zu sparen (ca. 4000 CHF/m2!).
  • Einfacher Ausbaustandard
    Kostenüberschreitungen gehen meistens auf den Innenausbau zurück. Zurückhaltung oder ein späterer Einbau eines Ofens lohnt sich finanziell.
  • Einbau gebrauchter Bauteile
    Geld sparen und gleichzeitig Objekte mit Charme – z.B. Waschbecken oder kultige Badewannen – findet man über Bauteilbörsen.
  • Selber mithelfen
    Wenn Zeit und ein gewisses handwerkliches Geschick vorhanden sind, lassen sich durch Eigenleistung mehrere Tausend Franken einsparen

Stolpersteine für Bauherren, Unterhalt & Wiederverkauf (Kapitel 8 + 9 + 10)

Über Bauhandwerkerpfandrechte, Konkurs des Baupartners und wie du dich dagegen absichern kannst, Terminverzögerungen und mangelhafte Arbeit gibt es so einiges, was beim Bau eines Eigenheims nicht nach Plan laufen kann.

Bauabnahme
Bei der Bauabnahme geht es insbesondere darum, Mängel korrekt zu identifizieren und Garantien der Handwerker:innen geltend zu machen. Im schlimmsten Fall drohen Gerichtsverfahren. Wie das zu verhindern ist, erfährst du mit diversen Absicherungs-Tipps.

Rücklagen & Unterhalt
Viele Hausbesitzer:innen bilden keine Rücklagen für Unterhalt und Erneuerungen. Das kann sich später als teuer herausstellen. Genauso wie das Verpassen der wichtigsten Versicherungen (Gebäudeversicherung, Gebäudehaftpflicht etc.)

Wiederverkauf
Genauso wie der ursprüngliche Kauf benötigt auch der Wiederverkauf einer Immobilie Zeit und Sorgfalt. Denn wer unter Druck verkauft, zieht oft den Kürzeren und erzielt einen schlechteren Preis. Zu beachten gibt es die Hypothekar-Anpassung, den Entscheid, ob selber oder durch einen Makler verkauft werden soll, und das Zusammenstellen der Verkaufsdokumentation etc.

Im Buch:

  • Absicherungs-Tipps
  • Vorgehen bei Terminverzögerungen
  • Muster Abnahmeprotokoll
  • Muster Mängelrüge
  • Verwendung von Rücklagen
  • Überblick wichtigste Versicherungen
  • Checkliste selber verkaufen oder nicht?
  • Checkliste Verkaufsdokumentation

Buchempfehlung: Ja oder Nein?

Es gibt so viele versteckte Fallen und Dinge, die man wissen muss, weil sie dich sonst jetzt oder in einer späteren Situation enorm viel Geld kosten werden. All dies gilt es zu vermeiden – und deshalb ist es wichtig, dass du kompetent informiert bist. Wie schon erwähnt – ich empfehle das Buch jeder und jedem, der gerade dabei ist, ein Haus zu kaufen und sich genügend absichern und informieren will, um keine kostspieligen Fehler zu machen.

Das Buch ist mit 45 CHF nicht ganz günstig, aber gemessen an deinen zukünftigen Investitionen definitiv sein Geld wert. Du kannst es natürlich auch in der Bibliothek ausleihen, oder einen der unteren Links benutzen. Orell Füssli hat noch diese Woche eine 20% Rabatt-Aktion! Wenn du ein Beobachter-Abo hast, kriegst du das Buch direkt im Beobachter-Shop zehn Franken günstiger für 35 CHF.

Die Rabatt-Aktion von Orell Füssli läuft noch bis zum 9. September 2026!

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