Am Anfang eines Projekts fragst du dich bestimmt, welche wichtigen Entscheidungen du beim Bauen in der Schweiz treffen musst. Dies betrifft einen Neubau genauso wie einen Umbau oder eine Sanierung. Hier findest du die sehr ausführliche Antwort auf diese Frage, inklusive Entscheidungs-Checklisten.
Das Problem? Gleich zu Beginn gibt es viele wichtige Entscheide zu treffen, welche den Verlauf des Projekts in die entsprechenden Bahnen leiten – während du noch gar keinen oder wenig Zugang zu Architekt:innen oder Planer:innen hast. Wie also bereitest du dich so gut vor, dass du dich beim ersten Besuch im Architekturbüro sicher und informierst fühlst?
Mein Versprechen: Wenn du diesen Artikel durchgearbeitet hast, wirst du besser vorbereitet sein als 90% aller Bauherrschaften.
Wichtigste erste Phasen im Überblick:
- Überlegungen am Wohnzimmertisch VOR dem Besuch beim Architekten
Wie bereitest du dich bestens für ein Gespräch mit der Architektin oder dem Architekt vor?
–> Mit Checkliste - Variantenstudien MIT der Architektin
Welche Optionen können untersucht werden und wie werden deine Bedürfnisse verfeinert und konkretisiert?
–> Mit Checkliste - Ausblick auf die nächsten Phasen (Projekt, Ausschreibung, Realisierung)
Was erwartet dich als Nächstes? Wie kannst du dich darauf vorbereiten?
Der Anfang ist die wichtigste Phase – denn da hast du am meisten Entscheidungsgewalt.
Der Anfang eines Projekts ist für dich als Bauherrschaft essenziell, da du hier am meisten Gestaltungs-und Entscheidungs-Einfluss hast.
Hier geht es um die Phasen der Bedürfnisformulierung und Variantenstudien (in etwa gemäss SIA 102*), noch bevor es in die Vorstudien und in Richtung Baubewilligung geht.
- Hier hast du am meisten Gestaltungs- und Entscheidungseinfluss.
- Es ist gleichzeitig die günstigste Phase eines Projekts.
- Am wenigsten Leute sind involviert.

*Die Entscheide folgen nicht genau der SIA-Ordnung (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) gegliedert, sondern einer für Bauherrschaften logischeren Struktur.
1. Überlegungen am Wohnzimmertisch VOR dem Besuch beim Architekten
Ziel dieser Phase: Du analysierst deine Bedürfnisse und bereitest alles für deinen ersten Besuch bei einer Architektin oder einem Architekten vor.

- Was sind meine Ziele?
- Was kann ich mir leisten?
- Möchte ich selber Hand anlegen?
- Was gefällt mir?
- Welche Unterlagen brauche ich?
- Welche Fragen habe ich?
Was sind meine Ziele?
DIE wichtigste Frage! Genauso wie für viele Bauherrschaften der Bauprozess eine undurchsichtige Blackbox ist, bist du für den Architekten oder die Architektin auch eine Blackbox. Da auch Architekten nicht Gedanken lesen können ist es sehr sinnvoll, wenn du dir im Vorfeld schon Gedanken machst, was eigentlich deine Ziele sind.
Hast du ein Haus geerbt, welches du an deine Bedürfnisse anpassen möchtest? Braucht dein Haus oder deine Wohnung dringend eine Sanierung? Willst du dein Geld in eine Immobilie investieren und diese als Anlage behandeln?
Tipp: Folge den Methoden in diesem Artikel ‚Der erste und wichtigste Schritt bei der Hausplanung‘ inkl. downloadbarem PDF und finde heraus, was du wirklich willst.
Deine Optionen (mehrere möglich):
- Schöneres Zuhause
- Andere Grösse / Wohnungskonfiguraion
- Anlageobjekt / Altersvorsorge
Was kann ich mir leisten?
Deine genauen Kosten (und damit das Budget) werden natürlich erst später für dich ermittelt, dennoch brauchst du eine kurze Analyse deiner finanziellen Situation. Geht es um eine kleine Sanierung mit einigen Zehntausend Franken? Einem Umbau mit mehreren Hunderttausend? Einem Neubau für eine oder zwei Millionen? Vielleicht ist ja mein Baukostenrechner eine Hilfe.
Nicht jedes Vorhaben kann mit jedem Budget durchgeführt werden – und Bauen ist teuer! Um dem Paradoxon von: ‚Projekt-ist-noch-nicht-geplant-aber-ich-muss-es-der-Bank-zeigen-für-eine-Einschätzung‘ zu entkommen, kannst du einen Hypothekenrechner nutzen oder bei Unsicherheit einfach zur Bank gehen und Fragen, was du dir mit deinem Einkommen leisten könntest.
Deine Optionen:
- Hypothekenrechner checken, z.B. Raiffeisen oder Kantonalbank (Beispiele sind Zürich)
- Direkt bei der Bank anfragen, was mit deiner Situation finanziert werden kann
Tipp: Spätestens beim Kostenvoranschlag (KV) Anfangs Bauprojekt-Phase bekommst du eine ziemlich genaue Schätzung, was das Projekt kostet (+-10% Kostengenauigkeit). Hier ist es aber zu spät, gravierende Änderungen vorzunehmen. Dies sollte spätestens in der Studien-Phase passieren!
Möchte ich selber Hand anlegen?
Es ist nicht Jederfraus und Jedermanns Sache, selber beim Bau Hand anzulegen – sei das beim Streichen der Wände, Montage der Vorhangschienen oder Hängen der Leuchten.
Speziell bei einem Umbau kann jedoch mit Eigenarbeit sehr viel Geld gespart werden. Solltest du nicht abgeneigt sein, lohnt sich eine Absprache mit der Architekt:in, was möglich ist – und was für dich zeitlich drin liegt. Für eine ausführliche Analyse was möglich ist selber auszubauen kannst du dich im Artikel ‚Wohnung oder Haus selber Ausbauen – Anleitung für Anfänger‘ vertiefen.
Deine Optionen:
- Ich bin nicht interessiert (oder habe keine Zeit), selber etwas auszuführen
- Ich bin interessiert und will wissen, was möglich ist.
Was gefällt mir?
Was dir gefällt (oder natürlich euch – bei mehreren beteiligen Parteien) ist wesentlich für die Auswahl der beteiligten Personen – insbesondere dem oder der Architektin und wie du diese auswählst.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du dich inspirieren lassen kannst – die grösste davon ist wohl das Internet mit Plattformen wie Pinterest, Instagram oder einfach… Google.
–> Erstelle dir einen digitalen Ordner mit Bildschirm-Fotos, abgespeicherten Bildern etc. Das ist dein digitales Moodbaord, welches du später der Architektin als Referenz zeigen kannst.
Deine Optionen:
- Internet-Recherche (Pinterest, Google,
- Bekannte besuchen, welche gebaut – bwz. umgebaut haben
- Ausstellungen besuchen (Fertighaus-Siedlungen, Open House…
Welche Unterlagen brauche ich?
Es ist nicht nur gute Praxis, dir schon VOR dem Besuch beim Architekturbüro Gedanken zu machen, sondern gemäss SIA Norm 102 sogar deine Pflicht als Bauherrschaft, den Architekten alle für die Planung notwendigen Grundlagen rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.
Das beinhaltet neben der Bedürfnisformulierung (was will ich?) auch diverse Unterlagen:
Vorgehen:
- Grundbuchauszug bestellen über kantonales Geoportal
- Fotos / Bilder des Grundstücks oder bestehenden Gebäudes
- Grundbuchauszug (jetzt bestellen)
Du brauchst (bei einem Neu- oder umfangreichen Umbau) früher oder später einen Grundbuchauszug – also kannst du das auch gleich erledigen. Den Grundbuchauszug kannst du für 20 – 50 CHF direkt beim jeweiligen kantonalen Geoportal (oder google einfach ‚Dein Kanton‘ + ‚Grundbuchauszug bestellen‘), inklusive mögliche Servitute und Dienstbarkeiten schicken lassen. (Servitut oder Dienstbarkeit heisst, das zum Beispiel ein Nachbar ein Wegrecht hat, oder spezielle Abstände definiert worden sind)
Mehr zu Baubewilligungs-Jargon in diesem Artikel ‚Schritt für Schritt Baubewilligung einholen‘ - Fotos / Bilder
Keine Pflicht – aber es hilft, an der ersten Besprechung Bilder zu zeigen. Seien dies Fotos des unbebauten Grundstücks, oder des bestehenden Gebäudes. - Technische Grundlagen (erst später)
Vor dem ersten Gespräch musst du noch nicht extra zusätzliche Unterlagen wie ein geologisches Gutachten, Werkpläne (Leitungspläne) oder Vermessungsdaten einholen. Deren Notwendigkeiten kannst du mit dem Architekten zusammen besprechen und dann erst in Auftrag geben.
Welche Fragen habe ich?
In meiner Erfahrung als Architektin bekommen diejenigen Bauherrschaften am meisten Antworten, welche auch am meisten fragen. Bauen ist kompliziert und finanziell folgenschwer. Transparenz und Vertrauen noch vor- aber auch während dem Bauprozess ist essentiell, damit das Abenteuer zu deinem Traum-Zuhause eine möglichst stressfreie Zeit wird.
Stelle möglichst viele Fragen, dann bekommst du auch Antworten!
Frage alles, was du wissen willst! Zur Finanzierung, wenn du dir unsicher bist, was du jetzt schon entscheiden musst, falls du regelmässiger informiert werden willst – frage ALLES und JEDERZEIT.
Deine Fragen:
- Sind soweit all deine Unsicherheiten vom Tisch?
- Fühlst du dich genügend informiert?
CHECKLISTE: Was muss ich an die erste Besprechung mit dem Architekturbüro mitnehmen?
Mehr ist mehr! Du möchtest, dass dein Gegenüber ein möglichst gutes Bild deines ‚Planungs-Standes‘ und deiner Bedürfnisse und Fragen bekommt.
- Was sind meine/unsere Ziele?
Liste, Fliesstext, Stichwörter, Mind Map… - Was kann ich mir leisten?
Ungefähre Zahl - Möchte ich selber Hand anlegen?
Ja/Nein - Was gefällt mir?
Ausgedruckte Bilder, digitale Moodboards, Stichwörter, Mind Maps… - Welche Unterlagen brauche ich?
(Nicht zwingend!) Grundbuchauszug, Fotos des Grundstücks oder des bestehenden Objekts… - Welche Fragen habe ich?
Liste von Fragen!
2. Variantenstudien MIT der Architektin
Ziel dieser Phase: Die Umsetzung deiner Bedürfnisse in verschiedenen Varianten testen, und die groben Kosten ermitteln.

- Mini, Midi oder Maxi?
- Wohnkonfiguration(en)?
- Raumbedürfnisse?
- Raumbeziehungen?
- Extrawürste?
- Welche Varianten sollen untersucht werden, und was kosten sie?
Mini, Midi oder Maxi?
Was ist möglich? Wie kann das Haus auf dem Grundstück positioniert werden? Wie breit, lang, hoch darf es sein? Gibt es eine maximale Fäche, die du bauen darfst? All das ist in den lokalen und Kantonalen Gesetzen in Form von Abstandsregelungen, Firsthöhen, Ausnutzungsziffern etc. ausgewiesen. Diese Analyse für eine ‚maximal mögliche Bebauung‘ macht die Architekt:in für dich.
Was ist sinnvoll? Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind nur der erste Schritt. Im zweiten Schritt werded ihr gemeinsam besprechen, wieviel gebaut werden soll. Denn nur weil du kannst, musst du nicht maximal bauen. Dies wird in Form von Varianten untersucht.
Deine Fragen:
- Was ist gemäss Gesetz auf dem Grundstück möglich?
- Was ist finanzierbar?
- Was ist sinnvoll?
Wohnkonfiguration(en)?
Es können mehrere Szenarien untersucht werden!
Sollen deine Schwiegereltern eine Weile bei dir wohnen können? Wieviele Kinder soll das Haus beherbergen? Was, wenn die Kinder ausziehen? Vielleicht kann dann die grosse Wohnung in zwei kleinen Wohnungen unterteilt werden? Eine Wohnung vermieten? Eine Wohnung verkaufen? Mehrgenerationenwohnen?
Deine Optionen:
- Grosswohnung (4.5, 5.5)
- Kleinwohnung (2.5, 3.5)
- Grosswohnung später unterteilbar
- Mehrgenerationen-Wohnen
- …
Raumbedürfnisse
Es ist zu abstrakt, Räume nur über einer Quadratmeterzahl zu beschreiben. Liste stattdessen auf, was in den Zimmern alles stattfinden- und platzfinden soll. Zu detailliert gibt es nicht! Für alle Räume gilt übrigens: Welche Möbel hast du bereits und willst du behalten?
- Was findet im Wohnzimmer statt? Gemütliche Fernseh-Abende? Brett- oder Puzzle-Spiele? Homeoffice auf der Couch? Lesen?
- Küche braucht einen Doppelkühlschrank, plus Platz für den Thermomix, den Airfryer, die Kitchenaid und die grosse italienische Kaffeemaschine? Das sind alles wichtige Informationen!
- Brauchst du ein Esszimmer oder ist ein Essplatz in der Küche gemütlicher?
- Kinderzimmer braucht eine Leseecke und einen Schreibtisch und Platz für ein 1.40m Bett? Dann reichen 10m2 sicherlich nicht aus – wohl eher 16 – 18m2.
- Homeoffice wäre cool, aber vielleicht reicht eine etwas grössere Couch? Überlege dir gut, welche Fläche du brauchst und welche nicht.
- Wieviele separate WC-Schüsseln willst du? Eine Badewanne, eine Walk-in-Dusche? Doppelwaschbecken oder reicht eines?
- Habt ihr die Schuhe im Entrée? Wie viele Elemente gross (Ein Element = 60cm) müsste ein Garderobenschrank wohl sein?
- Welche Funktionen finden auf dem Balkon oder im Garten realistisch statt? Grillieren, fläzen, mit Gästen gemütliche Abende verbringen? Braucht es einen Tisch, Sessel oder eher eine Couch? Wo sind Schattenplätze gewünscht, wo Sonne?
- Was musst du unbedingt im Keller lagern? Lebensmittel, Schlitten, Archivmaterial?
Ein ausführlicher Guide für Raumgrössen findest du übrigens in diesem Artikel ‚Wie gross müssen Räume sein?‘ und anregende Gedanken im Artikel ‚Fläche sparen = Kosten sparen‘
Welche Funktionen müssen stattfinden in:
- Wohnzimmer
- Küche / Esszimmer
- Zimmer
- Badezimmer
- Entrée
- Balkon / Garten
- Keller / Waschküche
Raumbeziehungen
Fast genauso wichtig wie die Funktionen im Raum selber sind die Raumbeziehungen untereinander. In klassichen Grundrissen werden oft mehrere Räume miteinander um einen Verteilraum herum mit einem ‚Rundlauf‘ verbunden. Somit, und z.b. auch mit grossen Schiebetüren, können Räume grösser oder kleiner gemacht werden. Dies ermöglicht verschiedene Nutzungen je nach Bedarf. Ein Wohnzimmer kann so zum Gästezimmer, ein Kinderzimmer zum Fitnessstudio, und ein Büro zum zusätzlichen Schlafzimmer werden. Diese Austauschbarkeit ist ein wichtiges Element der Gestalterischen Nachhaltigkeit.
Gleiches gilt für den Aussenbereich. Wo würdest du Frühstücken wollen? In der Morgensonne mit Blick auf die Berge? Wo willst du Gäste unterhalten? Wo willst du dich sonnen können und wo im Schatten zurückziehen? Wo sind die besonders ’schönen‘ Orte?
Deine Fragen:
- Gibt es eine spezielle Beziehung zwischen Räumen? (z.B. Küche und Wohnzimmer)
- Wie sollen die Verbindungen gestaltet werden? Schiebetüren, Doppelflügeltüren, offene Durchgänge?
- Wo möchtest du Garten-Zugänge? Von der Küche aus? Vom Wohnzimmer?
Extrawürste?
Es ist mehr möglich, als du denkst! Du willst auf deiner Dachterrasse einen Spa mit Aussendusche, Jacuzzi und Sauna?
Das macht für dich vielleicht Sinn, wird aber zu technischen Herausforderungen führen, ganz zu Schweigen von einer Kosten-Explosion. Aber wäre es theoretisch möglich? Klar! Würde es deinen absoluten, seit Jahren gehegten Herzenswunsch erfüllen, dich auf deiner Dachterrasse in der Abenddämmerung in einem Jacuzzi zu fläzen und den Kühen zuzuschauen? Jep, also Mission erfüllt!
So absurd wie dieses Beispiel werden deine Herzenswünsche mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sein – und wenn schon – go for it! Es ist unglaublich wichtig, gerade diesen ‘Kern’-Wünschen gerecht zu werden und auf deine ganz persönlichen, kleinen ‘Extrawürste’ einzugehen. Denn wenn nicht dann, wenn du für dich selber baust, WANN DANN?
Deine Fragen:
- Was sind deine persönlichen Extrawünsche?
- Was wäre ‚mega cool, wenn…‘?
- Was wolltest du schon lange, war aber nie eine Option?
Welche Varianten sollen untersucht werden, und was kosten sie?
Deine Bedürfnisse und Rahmenbedingungen könnten mit einer Vielzahl von verschiedenen Projekt-Versionen befriedigt werden. Anbau auf der Süd- oder Westseite? Sanierung der Fassade und Heizung, oder nur der Fassade? Neubau rechteckig, quadratisch oder rund? Und in welchem Grundstückteil, mit welchen (ungefähren) Grundrissen? Entscheide gemeinsam mit der Architektin, welche konkreten Varianten untersucht werden sollten und was deren Kosten wären.
Es gibt 1000 gute Möglichkeiten. Aber welche ist die beste für dich? Mehr zum Thema Machbarkeitsstudie im Artikel ‚Wann brauchts eine Machbarkeitsstudie?‘.
Vorgehensweise:
- Entscheiden, welche Varianten untersucht werden sollen
- Grobkostenschätzungen erhalten (Genauigkeit +-25%)
CHECKLISTE: Welche Variante zusammen mit der Architekt:in untersuchen?
Noch bevor das eigentliche ‚Vorprojekt‘ beginnt, kannst du dein Projekt in die richtigen Bahnen lenken mit gezielten, schnellen (und günstigen) Studien. Dafür musst du entscheiden, welche Varianten untersucht werden sollten:
- Mini, Midi oder Maxi?
Was ist möglich, was ist sinnvoll? Soll eine Maxi-Version überhaupt untersucht werden? - Wohnkonfiguration(en)?
Wieviele Zimmer? Einlegerwohnung? Generationenwohnen?… - Raumbedürfnisse?
Liste der Räume, und was in den Räumen stattfinden (und platzfinden) soll. - Raumbeziehungen?
Wie stehen welche Räume zueinander? Was soll zusammengelegt (oder getrennt) werden können? - Extrawürste?
Es ist mehr möglich, als du denkst. Wieso nicht einfach deine Extrawünsche ansprechen und untersuchen lassen? Du hast nichts zu verlieren. - Welche Varianten sollen untersucht werden, und was kosten sie?
Gibt es bessere Varianten, die man auf jeden Fall kurz kostenschätzen sollte?
Zum Schluss dieser Phase ist der Entscheid für eine Variante gefallen, und das ‚eigentliche‘ Projekt beginnt. Ab dieser Phase ist in der Schweiz mehr geregelt, was die Leistungen und Honorare aller Beteiligten betrifft, und es werden Fachplaner hinzugezogen, um die technische Machbarkeit des Entwurfs zu überprüfen (Bauingenieur, Sanitärplaner, Elektroplaner, Bauphysike etc.)
Ausblick auf die nächsten Phasen:
In der nächsten Phase wird eine untersuchte Studienvariante weiter vertieft und zu einem Vorprojekt ausgearbeitet mit dem Ziel der Baubewilligung.
Zeitgleich wirst du vieles Vor-entscheiden müssen (Fassadenkonstruktion, Holz-, Holz-Metall, oder andere Fenstertypen, Art des Sonnenschutzes, Bodentyp (Parkett, fugenloser Boden, Plättli…), Innenputz, Küchenstandard etc. Mit diesen Informationen wird der Kostenvoranschlag gemacht (KV), welcher eine ziemlich genaue Schätzung der tatsächlichen Projektkosten ist.
Mein Tipp: Frage deine Architekt:innen, wann du welche Entscheide treffen musst und verlange, dass sie dir ein ungefähres ‚Entscheidungs-Terminprogramm‘ anfertigen mit Deadlines. Dies ist zwar nicht Standard, sollte aber möglich sein, und wird dir enorm helfen.

Projekt: Eine Variante vertiefen für die Baueingabe
Ziel dieser Phase: Ausarbeiten einer Version für die Bewilligungs-Eingabe und den Kostenvoranschlag [KV]

Ausschreibung: Unternehmer ins Boot holen
Ziel dieser Phase: Offerten einholen und alle Aufträge nach und nach an Handwerker verteilen.

Realisierung: Dein Traum wird gebaute Wirklichkeit
Ziel dieser Phase: Fertigstellung des Baus, inklusive sauberer Abrechnung. Bezug der Wohnung.








