Küche planen: die wichtigsten Masse und Entscheide

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Welche Entscheide müssen für die Küche gefällt werden?

Bei einer Küchenplanung gibt es viele Entscheidungen zu fällen. In der Schweiz ist es Standard, sich eine Küche von einem Küchenbauer oder Schreiner machen zu lassen. Dabei ist jede Küche ein Unikat, und wird extra für dich hergestellt. Vorgefertigte Küchen gehen natürlich auch – da bist du einfach extrem eingeschränkt. Welche Oberflächen, Geräte etc. du wählen kannst, kommt natürlich auf dein Budget an. Grundsätzlich gibt es aber bei einer Küche immer die gleichen Entscheide, die gefällt werden müssen.

Grundsatzentscheide:

  • Küchengrösse
  • Anzahl Küchenelemente
  • Elementbreite (55cm oder 60cm)
  • Küchenform (Zeile, L-Form, U-Form, Kücheninsel)
  • Oberschränke ja/nein, wo?
  • Arbeitshöhe
  • Sockel-Ausführung

Oberflächenentscheide:

  • Arbeitsplatte
  • Rückwand
  • Fronten-Ausführung
  • Farbe Korpus
  • Griffe

Apparate & Technisches:

  • Schubladen-Typ
  • Spülbecken
  • Spülbecken-Armatur
  • Beleuchtung
  • Geräte

Die gute Nachricht: Du musst nicht alles auf einmal entscheiden

Das klingt im ersten Moment nach sehr viel, aber ich habe eine gute Nachricht für dich! Du musst nicht alles auf einmal entscheiden, denn eine Küchenplanung läuft gestaffelt ab. In diesem Artikel möchte ich offen legen, was du zuerst entscheiden musst, was jeweils der Standard der Industrie ist, welches die günstigen Optionen sind, und (natürlich) aus meiner Architekten-Sicht die besten und schönsten Optionen! Are you readyyy?

Übrigens: Sämtliche Hersteller oder Produkte-Hinweise sind persönliche Empfehlungen, kein Sponsoring oder Affiliate-Links!

Grundsatzentscheide: Die wichtigsten Küchenmasse zuerst

Zuerst zu den wichtigsten Dingen: Wie gross ist deine Küche? Was ist das ‚grobe‘ Layout? Wenn du eine Eigentumswohnung kaufst oder baust, sind dies diejenigen Entscheide, die zuerst gefällt werden müssen. Es ist für die involvierten Planer wichtig zu wissen, wie das ‚Layout‘ der Küche ist, damit sie die Leitungen, Steckdosen etc. korrekt planen können. Die Oberflächen und Geräte kannst du zu einem späteren Zeitpunkt noch entscheiden.

Eine Küchenplanung läuft gestaffelt ab. Zuerst muss das ‚Layout‘ entschieden werden, Farben und Geräte kommen später.

Mit ‚Layout‘ meine ich übrigens Folgendes: An welche Wand kommt deine Küche? Wie lang ist sie, wieviele Elemente gibt es, wie breit sind diese? Was hat die Küche für eine Form? Gibt es eine Kücheninsel und wenn ja, muss dort Strom und/oder Wasser hin? Wo sind Kühlschrank, Backofen, Spüle, Geschirrspüler und Herd? All dies muss der Planer als Erstes wissen. Dies kann übrigens auch eine Skizze von einem Grundriss sein (wie in den folgenden Sizzen dargestellt), und muss noch keine voll aufgeblähte Küchenplanung beinhalten.

Küchengrösse

Die Grösse einer Küche wird meist in ‚Elementen‘ gemessen anstatt der sonst üblichen Quadratmeter. Dennoch lohnt es sich kurz, auf die Quadratmeter einzugehen. Übrigens habe ich hier einen Ausführlichen Artikel zu Raumgrössen und Mindestabständen generell geschrieben. Und hier wäre alles wunderbar zusammengefasst als Kompakt-Guide. Aber zurück zur Küche!

Es ist entscheidend für die Grösse der Küche, ob du diese nur als ‚Arbeitsküche‚ möchtest, ob du eine ‚Essküche‚ willst mit noch einem Esstisch, oder ob es sich um eine ‚Wohnküche‚ handelt, welche im gleichen Raum steht wie das Wohnzimmer.

Arbeits- Ess- oder Wohnküche? Diese Frage ist entscheidend für den Platzbedarf!

Küche mit Essplatz 15m2
Eine ‚Essküche‘ mit einer wunderschönen Über-Eck Beziehung zum Wohnzimmer

Persönlich finde ich, dass die ‚Wohnküche‘ langsam wieder abgelöst wird zugunsten einer halb abgeschlossenen ‚Essküche‘ mit einem kleinen Esstisch. Das soziale ‚Happening‘ – speziell wenn Gäste auf Besuch sind – spielt sich meist in der Küche ab und nicht im Wohnzimmer – egal wie gross diese ist. Und wieso dann nicht gleich an den Tisch sitzen? Zusätzlich sparst du dir so ein Esszimmer bzw. den Platz für einen Esstisch im Wohnzimmer. Und vom Fondue- oder intensiven Fischgeruch in der ganzen Wohnung – wenn die Küche im Wohnzimmer steht – müssen wir ja nicht reden, oder?

Arbeitsküche

Für eine reine Arbeitsküche reicht eine Fläche von ca. 5.4-6.5m2, damit 2 Personen darin schlau arbeiten können. Für den Abstand einer Küchenzeile zur Wand oder zu Kücheninseln gelten Empfehlungen von 1.2m.

Wie gross ist eine küche
Eine gut geschnittene Minimal-Arbeitsküche
abstand zu kücheninsel
Empfehlung Abstand zu Kücheninseln: 1.2m

Essküche & Wohnküche

Willst du in deiner Küche noch einen kleinen Tisch aufstellen um zu essen, ist die Empfehlung ca. 12-15m2 Bei einer offenen Küche ist die Empfehlung für die ca. 20m2.

grösse küche wie viele m2

Wieviele Elemente braucht es in der Küche?

Eine Standard-Küche hat zwischen 6 und 10 Elemente. In Eigentumswohnungen können es auch mal bis zu 12 sein. Als Element zählen die Unterschränke (Spüle, Herd, Arbeitsfläche) sowie auch Hochschränke (Kühlschrank, Vorratsschrank etc.). Wenn jedes Element ca. 60cm breit ist, ist die gesamte Länge bzw. Abwicklung der Küche zwischen 3.6m (6 Elemente) und 6m lang (10 Elemente).

Die Minimalküche ist 3.6m lang und hat 6 Elemente

Das ist ein enormer Unterschied, und jedes zusätzliche Element kostet! Es muss ja nicht gleich eine Frankfurter Küche auf 6.5m2 sein, aber es lohnt sich zu überlegen, was du genau für deine Küche brauchst – denn Platz ist Geld und die Raumgrösse will gut gewählt sein! Gehen wir kurz durch die unverzichtbaren Elemente.

Mindestanzahl Elemente

Du brauchst mindestens 6 Elemente:

  1. HE / Herd
  2. SP / Spüle (meist ist der Müll gleich darunter)
  3. KS / Kühlschrank (meist als Hochschrank)
  4. BO / Backofen im Hoch- oder Unterschrank
  5. GS / Geschirrspühlmaschine
  6. Arbeitsfläche/Stauraum für Besteckschubladen etc. Dieses Element ist auch einfach aufteilbar (wie hier im Beispiel)
Küchenplanung Layout

6 Elemente ist das absolute Minimum für eine funktinale, moderne Küche. Eine schöne Addition wäre ein Vorratsschrank. Klar können Esswaren auch in Unter- und Oberschränken verstaut werden, aber aus Erfahrung ist ein schmaler Auszugs-Hochschrank sehr nützlich.

Bei knappem Platz: Elemente teilen

Es ist gängige Praxis, bei knappem Platz die Elemente zu teilen. Spüle und Herd sollten (wie in der ersten Beispiel-Skizze) nicht nebeneinander sein!

Besser: Ein Element aufteilen, sodass eine Arbeitsfläche zwischen Spüle und Herd zu liegen kommt (wie in der zweiten Beispiel-Skizze). Die meisten Küchenbauer können Zwischengrössen von 5cm oder zumindest 10cm machen.

Küche Planen Anzahl Elemente

TIPP : Backofen im Unter- oder Oberschrank? Wenn genug Platz vorhanden ist, werden Backöfen mittlerweile standardmässig in einem Hochschrank untergebracht (ähnlich wie die Kühlschränke). Du kannst den Backofen aber auch – typischerweise unter dem Herd – in die Unterschränke packen. Es gibt da ev. weniger Auswahl bei den Modellen.

Elementbreite

Du hast die Wahl zwischen 55cm oder 60cm (Schweizer Norm 55cm oder EU-Norm 60cm). Wähle im Zweifel und wenn du genug Platz hast 60cm. Die Geräteauswahl ist dann grösser, da sie sich nicht nur auf den Schweizer Markt begrenzt. Es gibt auch Zwischengrössen, wenn das besser in deine Küche passt mit 30, 40, oder 45cm. Aber nicht jeder Küchenbauer kann jede Zwischengrösse machen. Frage danach.

TIPP : Elemente ohne Schubladen-Einsätze sollten in fast allen Breiten machbar sein.

Küchenform

Eine lange Zeile, zwei gegenüberliegende Zeilen, L-Winkel, oder mit Kücheninsel? Ganz dir und deinem Grundriss überlassen!

Persönlich bin ich ein Fan von einer langen Zeile oder zwei gegenüberliegenden Zeilen, da dort die komischen Ecksituationen von L-und U-Küchen vermieden werden. Zusätzlich gibt es zwischen zwei Zeilen auch Platz für ein grosses Fenster. Aber hey, mein Chef ist da zum Beispiel ganz anderer Meinung – und da hast vermutlich wieder eine andere. Jedem das Seine!

Kücheninsel ja oder nein

Der wichtigste (bzw. erste) Entscheid bei einer Kücheninsel ist, ob Geräte hierher verschoben werden. Oft wird der Herd auf die Kücheninsel verlegt, selten das Spülbecken. Beim Herd musst du darauf achten, dass auch eine Abzugshaube benötigt wird! Mittlerweile gibt es auch solche, die direkt wieder in eine Öffnung im Herd abziehen, aber ich habe leider keine persönliche Erfahrung damit.

Du kannst aber natürlich auch eine reine ‚Arbeits-Kochinsel‘ machen ohne Herd oder Spülbecken. Die Empfehlung zum Abstand zu einer Kücheninsel ist 1.2m. In Ausnahmefällen kannst du auch auf 1.1m gehen, allermindestens aber 1m.

TIPP oder nur verrückt? : Ich möchte mal eine ‚Kochinsel-Budgetvariante‘ testen! Du verzichtest auf die (teure) Kücheninsel vom Küchenbauer, sondern schreinerst selber (meine bevorzugte Variante) oder kaufst eine Art riesiges Servier-Möbel auf Rädern… so könnte die Kücheninsel auch als Arbeitsplatz/Basteltisch dienen.

Oberschränke

Ja oder nein? Nur in einem bestimmten Bereich? Wie hoch, bzw. kannst du ‚unter die Decke gehen‘ -> siehe Tipp? Die Tiefe kannst du normalerweise nicht wählen diese sind je nach Hersteller in etwa zwischen 30 und 35cm.

Tipp für Eleganz und mehr Stauraum: Oberschränke bis unter die Decke verlängern

TIPP : Für eine elegante Optik und mehr Stauraum: Verlängere die Ober- und Hochschränke bis 4cm unter die Decke! Der 4cm Luftschlitz gewährleistet die Lüftung für den Kühlschrank, du verzichtest auf ein unschönes Lüftungsgitter und gewinnst sehr viel Stauraum!

Arbeitshöhe

Wie hoch sollte eine Küchenarbeitsplatte bzw. die Arbeitshöhe sein? Standard ist mittlerweile zwischen 89 und 92cm. Im Zweifel: 90cm. Wenn du sehr gross bist, 92cm. In der Schweiz sind Küchen extrem genormt. Der ‚Korpus‘, also zwischen Sockel und Arbeitsplatte ist immer gleich hoch, und er wird in 1/7tel unterteilt. Da gibt es nichts zu schieben! Die Arbeitshöhe kannst du aber mit dem Sockel, welcher zwischen 10 und 13cm hoch ist, anpassen. Frage danach! Nimm einen Meter mit und stell dich neben Ausstellungsküchen, um die Höhen zu vergleichen

Sockel bündig oder zurückversetzt

Der Sockel ist wie erwähnt zwischen 10 und 13 cm hoch, und ist standardmässig zurückgesetzt. Dies macht im Arbeitsbereich Sinn, damit man mit den Füssen während dem Kochen nicht an die Küche stösst. Bei Hochschränken finde ich es persönlich schön, den Sockel flächenbündig zu machen.

Oberflächen-Entscheide

Arbeitsplatte bzw. Abdeckung

Granit, Kunststein, Keramik, oder Edelstahl? Poliert oder seidenmatt? Dies sind die Standardmaterialien, hier gibt es einen ausführlichen Artikel dazu. Wie weit soll sie vorstehen? Minimal (3mm) oder doch lieber 1cm oder 2cm?

Rückwand

Wird die Arbeitsplatte auch bei der Rückwand verwendet? Lieber eine Glasplatte (oft teurer)? Wenn du möchtest, kannst du auch ganz normale, günstige Keramik-Plättli nehmen. Hier findest du einen Artikel zu Plättli und allem was dazu gehört.

Fronten

Kunstharz-Fronten (Standard und am günstigsten)
Das wahrscheinlich wichtigste Design-Element in der Küche. Fronten sind Standardmässig mit Kunstharz (HPL) belegte Spanplatten. Das ‚Dekor‘, also welche Farbe oder welches Design diese haben, ist von Kunstharz-Hersteller zu Kunstharz-Hersteller verschieden. Das kann eine Uni-Farbe, aber auch gemustert oder sogar mit Holzmaserung sein. Zudem gibt es X verschiedene Oberflächen-Varianten. Hochglanz (vorsicht Fingerabdrücke sichtbar), seidenmatt, matt, gerippelt etc.
Frage die Küchenhersteller, mit welchen Herstellern sie arbeiten können! Bekannt sind z.B. Egger, Swiss Krono oder Argolite.

Wenn du nicht weisst was, wähle eine Uni-Farbe mit Anti-Fingerprint

MDF gespritzt
Alternativ kannst du auch MDF gespritzte Fronten machen, diese sind noch ein bisschen schöner als Kunstharz. Bei MDF gespritzt sind die Fronten scharfkantig, ohne diese leicht ‚abgerundeten‘ Kanten, welche der Kunstharz herstellungsbedingt leider so sind. MDF gespritzt ist eventuell nur bei Schreinerküchen erhältlich – und (sehr) wahrscheinlich teurer. Lass dir Offerten machen.

TIPP : Muster bestellen: Bestelle dir verschieden farbige Kunstharz-Muster für die Front kostenlos nach Hause.
Zum Beispiel: HPL Kunstharz (Standard für Küchenfronten), in Oberfläche seidenmatt wirkt sehr edel und ist günstig. Bisschen teurer, aber noch edler ist Kunstharz mit Anti-Fingerprint-Oberfläche, z.B. von Argolite (‚Anti-Fingerprint‘) oder von Egger (‚PerfectSense‘) #notsponsored

Farbe Korpus und Regalböden

Die Farben des Korpus und der Regalböden sind Standardmässig weiss oder grau. Ich empfehle weiss. So kannst du schneller mal etwas auswechseln oder reparieren. Wir haben für ein Projekt sogar bei dunkelbraunen Fronten die weissen Korpi gewählt – man sieht sie sowieso kaum!

Für Regalbretter sind standardmässig Reihenlochbohrungen vorgesehen, sodass du die Tablare verstellen kannst.

Griffe

Gemäss Kollektion Unternehmer – am besten lässt du dich da beraten und die verschiedenen Typen zeigen. Du kannst auch die Teileplattformen Opo Oeschger oder Häfele browsen #notsponsored – von diesen können die Küchenbauer mit grosser Wahrscheinlichkeit auch Produkte bestellen. Es gibt verschiedene Grifftypen:

  • Tip-On bei Oberschränken (z.B. Gewürzschrank) oder Unterschränken (die gehen aber immer auf, wenn man daran kommt…)
  • Untergriff bei Oberschränken (Der Oberschrank-Boden wird zurückgesetzt, sodass du unter die Front greifen kannst
  • Griffleiste eingefräst (nur bei MDF gespritzt möglich)
  • Griffleiste aufgesetzt in verschiedenen Metall-Oberflächen (vorsicht, die Kanten sind scharf!)
  • Griffe aufgesetzt in allen Variationen und Formen

Apparate- und Geräte-Entscheide

Nicht jeder Küchenhersteller hat alle Apparate oder Geräte im Angebot. Oft arbeiten sie mit bestimmten Händlern zusammen. Frage entsprechend, welche Systeme sie anbieten, was der jeweilige Preisunterschied (z.B. in Prozent) ist, und lass dir die verschiedenen Produkte zeigen und vorführen. Frage auch nach ihren Erfahrungen mit den Produkten, was die Rückmeldungen der Kunden betreff diesen Produkten sind, und was ihre persönliche Empfehlung wäre.

Schubladen-Typ

Gemäss Kollektion Unternehmer. Mittlerweile ist der ‚Soft-Close-Einzug‘ – also dass die Schublade die letzten Zentimeter langsam schliesst, Standard. Ein weiteres Kriterium ist ‚Voll-oder Teilauszug‘. Ein Teilauszug ist günstiger und einfacher zu bauen, dabei kann die Schublade aber nicht ganz geöffnet werden. Für Pfannenschubladen braucht es eine erhöhte Tragkraft. Beliebt sind zum Beispiel die Legrabox-Systeme von Blum #notsponsored

Spülbecken

Mit Standard-Spülbecken aus Edelstahl/Chromstahl kannst du nichts falsch machen. Wenn du genug Platz hast, kannst du ein genug grosses wählen, um noch ein Backofenblech darin zu waschen. Gute Becken gibt es beispielsweise von Suter oder Franke (das sind die gängigsten Anbieter, auch von Edelstahl-Arbeitsplatten) #notsponsored. Der Küchenanbieter sagt dir dann, welches die beste Einbau-Art für diese Becken ist (das ist abhängig von der Arbeitsplatte).

Spülbecken-Armatur

Ein Universum von Anbietern, Herstellern und Varianten. Hier kannst du unheimlich viel Zeit vertrödeln… Am besten schaust du dich in den Ausstellungen um. Ansonsten hier ein Vorschlag für eine elegante Armatur von Franke, eine einfachere von Hansgrohe, und eine bodenständige von Laufen #notsponsored. Für diesen Entscheid relevant: Willst du eine Auszugsbrause? Oder einen Schwenkauslauf?

Beleuchtung

Schön ist eine LED-Bandleuchte in die Untersicht der Oberschränke flächenbündig einzulassen, anstatt Spots aufzusetzen. Eine günstigere Variante davon: Das LED-Band nicht einlassen, sondern mit einer opaken(!) Abdeckung versehen.

Geräte

In der Schweiz sind die bekanntesten Hersteller für Küchengeräte wie Backofen, Kühlschrank und Geschirrspühlmaschine: V-Zug, Electrolux und Miele. Qualitativ bewegen sich diese auf dem gleichen Niveau, V-Zug hat aber in den letzten Jahren ein gues Marketing gehabt… Frag den Unternehmer, wo er die besten Konditionen hat, und welche Hersteller welchen preislichen Unterschied machen. Beachte auch die Energielabel der Geräte, da oft ein günstiger Kühlschrank viel Strom verbraucht.

Tipp: Frage den Unternehmer, bei welchen Geräte-Herstellern er die besten Konditionen hat

Küchenausstellung besuchen!

Hast du dir schon einmal überlegt, eine Küchenausstellung zu besuchen? Wenn du eine Küche planst oder planen lässt, ist das auf jeden Fall eine gute Idee! Ob du einfach nur selber browsen willst, oder für genauere Fragen einen Termin ausmachen möchtest ist dir selber überlassen. Für die Auswahl der Arbeitsplatte findest du übrigens hier einen ausführlichen Artikel.

Küchenausstellung sanitas trösch
Küchenausstellung Küche sanitas trösch arbeitsplatten

Kannst du Küchenausstellungen auch spontan besuchen?

Ja! Wenn du nur ein wenig browsen willst, kannst du auch unangemeldet eine Küchenausstellung besuchen. Du darfst aber nicht damit rechnen, dass das Personal Zeit für dich hat – denn die Ausstellungen haben jeweils wenig Personal vor Ort. Zum ‚browsen‘ empfiehlt es sich, eine möglichst grosse Ausstellung zu besuchen, wo viele verschiedene Küchen ausgestellt sind, inklusive unterschiedliche Arbeitsplatten, Fronten, Spülbecken, Armaturen etc. Eine Beratung dauert ungefähr eine Stunde. Die grossen Ausstellungen haben auch verschiedene ‚Stile‘ zur Auswahl.

Kann ich mir in der Küchenausstellung eine Offerte machen lassen?

Die Oberflächen einer Küche sind in den Küchenausstellungen jeweils mit Preisklassen angegeben. Wobei Preisklasse 1 die günstigste ist, und es nach oben keine Grenzen gibt… Nach einer Küchenausstellungs-Besichtigung mit Termin kannst du dir deine Traum-Küche offerieren lassen wenn du willst. Die Händer/Aussteller werden dir abgesehen davon wohl keine genaueren Preis-Angaben machen können, denn jede Küche ist natürlich unterschiedlich.

Wenn du dir unsicher bist, was du offerieren lassen willst, frage danach, ob sie auch Optionen rechnen können. (z.B. Arbeitsplatte in Granit Typ X, aber auch Edelstahl Typ X rechnen lassen). So hast du einen direkten Preisvergleich.

Tipp: Die Küchenaussteller halten sich oft zurück mit Preisangaben direkt in der Ausstellung. Frage nach prozentualen Unterschieden, anstatt nach konkreten Zahlen. z.B: „Vieviel teurer ist diese Edelstahl-Abdeckung anstatt dieser Granitabdeckung? 10%? Doppelt so teuer? Dreifach?“

Welche Unterlagen sollte man zu einer Küchenberatung mitnehmen?

Alles, was du hast! Seien es Grundrisse und Pläne von der Küche, aber auch Skizzen von dir, ausgedruckte Bilder von Pinterest, oder ausgeschnitten aus Katalogen. Was auch immer du schon an Inspiration gesammelt hast. Die Fachmänner und Fachfrauen werden dir schon sagen, was machbar ist (machbar ist fast alles, die Frage ist nur zu welchem Preis), und was nicht. Was du mindestens dabei haben solltest:

  • Eine Skizze oder Grundriss der Küche wo sichtbar ist, wie viele Küchenelemente Platz haben werden.
    Zum Beispiel in einem Masstab 1:20 oder 1:10. Das kann auch handgezeichnet sein.
    Kleiner Tipp: Du kannst dir mit dem Ikea Küchenplaner eine Küche zusammenstellen – der spuckt dir danach Grundriss- und Ansichtspläne aus!
  • ev. Angaben zu bestimmten Geräten oder Gadgets, die du unbedingt haben willst
  • ev. Inspirations-Bilder
  • eine ungefähre Budgetvorstellung. Mit ungefähr meine ich: 10’000 CHF? 30’000 CHF? 100’000 CHF? Das hilft enorm, die Auswahl der Materialien einzuschränken.

Was kostet eine Küche in der Schweiz und was kannst du für den Preis erwarten?

Hier ein ganz grober Überblick, damit du in etwa eine Vorstellung hast, was eine vorgefertigte Küche, eine Küche vom Küchenbauer, oder eine Schreinerküche kostet. Das ist wie schon gesagt, sehr individuell je nach Grösse, oder Oberflächen die du wählst. Eine günstige ‚Standard‘-Küche mit 5-6 Elementen hat zum Beispiel eine Granit-Abdeckung und Kunstharz-Fronten.

  • Vorgefertigte Küche von Ikea: ab 7’000 CHF
    ca. 5-6 Elemente, ohne Kücheninsel, einfache Geräte. Arbeitsfläche und Fronten sind kunstharzbeschichtete Spanplatten
  • Günstige ‚Standard‘-Küche vom Küchenbauer oder Schreiner: ab 15’000 CHF
    Günstige Granitabdeckung (aus Brasilien…), Kunstharz-Fronten ohne Anti-Fingerprint, günstige Geräte
  • Normale Küche vom Küchenbauer oder Schreiner: ab 20’000 CHF
    Kunst- oder Natursteinabdeckung, Fronten in MDF gespritzt oder kunstharzbeschichtet
  • Luxussegment – bis 100’000 CHF
    Gegen oben sind keine Grenzen gesetzt… Keramikarbeitsplatten, Edelstahl, High-End-Geräte etc.

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Küchenmasse

Was sind die ersten Entscheide, die du bei einer Küchenplanung fällen musst? Grösse, Abstände, Anzahl Elemente. Hier findest du die wichtigsten Informationen. Komplett mit handgezeichneten, vermassten Skizzen.

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