Die Antwort auf die Frage, was ein guter Grundriss ist – ist nicht überraschend: individuell. Sorgfältig abgestimmt auf die Umgebenden Gebäude, die gewünschte Anzahl Räume, Platzbedarf und persönliche Präferenzen. Nichtsdestotrotz finde ich, dass es zumindest in meinem Kopf bestimmte Elemente gibt, die einen Grundriss auf ein anderes Level bringen können. Dies ist eine (noch nicht abschliessende) Auflistung dieser ganz persönlichen Elemente.
Dies ist ein Arbeitsartikel. Die Elemente werden laufend ergänzt.
Entrée als Verteilraum


Ein Verteilraum ist das zentrale Element von einem klassischen Grundriss. Jeder einzelne Raum der Wohnung wird über diesen ‚Verteilraum‘ erschlossen.
Diese Art Grundriss erlaubt höchste Flexibilität in der Raumaufteilung. Ein Verteilraum macht den Grundriss sehr langlebig im Sinn der Gestalterischen Nachhaltigkeit, denn er kann auch als Büro, WG, Praxis etc. genutzt werden.
Zu Beachten: Der Raum hat keine Fenster – ein oder mehrere Sichtachsen durch die Türen hindurch zu einem Fenster sind zwingend.
Fensterposition im Wohnzimmer



Grosse Fenster sind zwar erstrebenswert, aber grösser ist nicht immer besser. Ich bin der Meinung, dass bodenlange Fenster ihre Berechtigung haben (z.B. in der Küche), aber nicht im Wohnzimmer. Im Wohnzimmer möchte man sich einkuscheln und orientiert sich eher gegen innen.
Ich will auf dem Sofa sitzen und rausschauen können, aber nicht rausgehen. (idealweise befindet sich vor dem Fenster eine Aussicht oder ein Baum). Bei einem bodenlangen Fenster braucht es einerseits eine komplette Absturzsicherung, welche eine unnötige Schicht bildet zwischen innen und aussen. Andererseits ist es einfach angenehmer, wenn der Raum abgeschlossen ist, und der Boden nicht irgendwo komisch ‚rausfliesst.‘.
Balkon punktuell statt auf ganzer Länge




Wer nutz schon diese langen, schmalen Balkone auf ganzer Fassadenbreite? Ich nicht! Ich möchte da einen Balkon, wo er auch genutzt wird. Zum Beispiel direkt bei der Küche. So kannst du mit den Grilladen direkt auf den Balkon gehen.
Der grösste Nachteil von zu breiten Balkonen ist jedoch, dass er jeweils den Räumen hinten Licht und Sicht nimmt. Ich finde es beispielsweise sehr unangenehm, wenn man vom Sofa aus das Balkongeländer sieht. Man ist wie in einer Badewanne ‚eingegittert‘. Die Lösung: Balkon nur dort, wo er auch Sinn macht! Dafür auch ordentlich tief, sodass man ihn nutzen kann!